Der Kopflose Weg
Eine Methode der Selbst-Erforschung
von Douglas Harding entwickelt
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Überlegung 12



Willkommen!

Mein Vater


In einer früheren Überlegung erwähnte ich meinen Vater und sagte, ich würde erzählen, wie er auf Kopflosigkeit reagierte. Also, hier ist die Geschichte. Sitzt Du bequem? Dann fange ich an......

Als ich erstmals 1970 Kopflosigkeit entdeckte, war ich begeistert. Ich erinnere mich, wie ich eines Tages zuhause meinem Vater darüber erzählte, als ich noch ein Teenager war. Ich bin mir nicht sicher, ob er tatsächlich davon hören wollte.... aber ich entschied, es ihm auf jeden Fall zu erzählen! Mein Vater war Ingenieur und wurde Vorsitzender der Firma, die sein Vater aufgebaut hatte, in Yorkshire, im Norden Englands. Der Zweitname seines Vaters, nebenbei bemerkt, war Obadiah, ein Name direkt aus dem Alten Testament und ein Name, den ich liebte. Wenn ich meinen ersten Vornamen ändern müsste, würde ich Obadiah wählen! Das war mein Großvater. Da ich gerade bei meinen Vorfahren bin, mein Ur-Großvater und mein Ur-Ur-Großvater, väterlicherseits, läuteten beide die Glocken der Liversedge Gemeinde-Kirche in Yorkshire für mehr als 60 Jahr. Nur falls Du das wissen möchtest!

Wie auch immer, mein Vater war ein sehr guter Ingenieur und spielte cricket, als er jung war, und war auch ein guter Zimmermann. Aber er war kein Philosoph (wie ich, räusper.....), und obwohl meine Mutter eine Laien-Schauspielerin wurde und Poesie vortragen konnte, war mein Vater keine literarische Person. Auf jeden Fall - ob es nun sein mangelndes Interesse an Philosophie oder meine ungeschickte Art war, ihm zu sagen, dass er keinen Kopf habe, er ermahnte mich, dass ich in "Wolkenkuckucksheim" leben würde..... So kam das bei mir an und ich erwähnte Kopflosigkeit die nächsten dreißig Jahre nicht wieder.

Dann, vor ein paar Jahren, wurde ich eingeladen, einen Workshop zu geben, im "Friends Meeting House" in Scholes in Yorkshire, nahe dem Ort, wo meine Eltern gelebt hatten - sie sind beide inzwischen verstorben. Am Abend vor dem Workshop war ich bei meinen Eltern, und mein Vater, der schon über 80 war, bereitete das Abendessen in der Küche. Ich half ihm, Karotten zu schälen. Plötzlich wandte er sich mir zu und sagte:

"Richard, was machst du in diesen Workshops? Worum geht es da?"

Ich erinnerte mich. Es war ziemlich lang her, seit wir darüber gesprochen hatten! Aber ich fühlte mich dennoch berührt. Die Gesundheit meines Vaters war angeschlagen, und obwohl er nicht oft über das Sterben sprach, so dachte er doch daran. Mir kam in den Sinn, dass hinter seiner Frage eine andere sein mochte - was geschieht, wenn wir sterben?

Nun, wir schälten in der Küche Karotten, und er war kein Philosoph, und ich wusste, wenn ich beginnen würde, dass unsere Identität von der Entfernung des Beobachters abhängt, und dass all die großen Mystiker sagen, dass wir im Zentrum Gott seien....... dann würde ich ihn schneller verlieren als vor dreißig Jahren. Also antwortete ich:

"Vater, es geht darum zu sehen, dass du von deinem eigenen Standpunkt deinen Kopf nicht sehen kannst, dass du aus Raum herausschaust.... " Geh direkt zur Halsschlagader, dachte ich, oder besser: zu dem, was noch näher ist als die Halsschlagader.....

An diesem Punkt guckte mein Vater verwirrt, obwohl ich wirklich nicht weiß, was in ihm vorging. Und ich fand es auch nicht heraus. Denn in diesem Moment, erschien meine Mutter, auch bereits in den 80ern, in der Küchentür, denn ich glaube, sie konnte kein weiteres Gespräch zwischen Vater und Sohn zulassen, ohne dass sie dabei war!

Meine Mutter, gesegnet sei sie, war nicht sehr groß und schien mit jedem Jahr kleiner zu werden. Gegen Ende ihres Lebens fragte sie einer ihrer Pfleger, ob sie schon immer so klein gewesen sei. "Nein!" antwortete sie. "Ich war noch kleiner, als ich ein Baby war!" Gute Antwort, Mutter!

Wie auch immer, meine Mutter erschien gerade rechtzeitig in der Küchentür, um zu hören, wie ich zu meinem Vater sagte, dass man nicht seinen eigenen Kopf sehen könne. Sie stand in der Tür und erklärte einfach und bestimmt:

"Ja, ab hier (ihre Hand in der Höhe des Halses) ist es offen."

Ich sagte: "Das ist es, Mutter", und dachte: Du hast es vollkommen begriffen. Man kann es nicht klarer oder tiefer sehen als auf diese Weise.

Es gab dann einen Moment der Stille, nach dem mein Vater fortfuhr, die Karotten zu schälen, ich ebenso, und ich glaube, wir haben danach über Fußball oder cricket geredet! Ich schätze, in dem Moment habe ich gespürt, dass es einfach nicht das Ding meines Vaters war.

Meine Mutter hat nicht, soweit ich weiß, gewissenhaft darauf geachtet, wer sie wirklich war, in all den Jahren seit sie 1970 Douglas Harding getroffen hatte - was ich Dir bereits vor einigen Überlegungen erzählte. Ihr war bewusst, dass Kopflosigkeit sehr wichtig für ihre Söhne war, aber es war nicht etwas, das für sie selbst oberste Priorität hatte. Nichtsdestotrotz - sie hatte das Glück, die Gnade, die Neugier, die Intelligenz, was auch immer, um das zu SEHEN vor vielen Jahren, als mein Bruder und ich Kopflosigkeit entdeckten. Mehr als 30 Jahr später sah sie es wieder, in der Küchentür. (Ich sage nicht, dass sie es dazwischen nicht GESEHEN hat - ich weiß es nicht).

Hat meine Mutter in diesem Moment irgendwie weniger tief oder klar oder unbegrenzt GESEHEN als ich, bloß weil sie es teilweise bestritten hatte in den dazwischenliegenden Jahren? Nein! Wie könnte sie? Wie könnte jemand Nichtheit mehr oder weniger klar sehen als andere? Unmöglich. (Wer sieht überhaupt die Nichtheit!). Die Unterschiede liegen darin wie Du reagierst auf was Du sieht, nicht darin was Du siehst.

Mein Vater SAH nicht. Oder vielleicht doch. Aber er scheute schnell davor zurück, aus welchen Gründen auch immer - und die Gründe, warum wir nicht weiter SEHEN, können sehr tief liegen. Aber hieß das, dass er nicht aus diesem Raum heraus lebte? Natürlich nicht. Jeder lebt hier heraus. Einige von uns entscheiden sich einfach dafür, es nicht zu bemerken, das ist alles.

Und somit war es nicht wirklich wichtig für mich, dass mein Vater nicht daran interessiert war, zumindest nicht sichtbar, zu bemerken, dass er Kapazität für das Leben war. Gut, das stimmt nicht ganz. Ich hätte es so schön gefunden, wenn er es umarmt hätte. Ich denke, es hätte ihm geholfen, dem Tod mit mehr Frieden entgegenzusehen. Aber ich entdeckte auch etwas absolut wunderbares an dieser ganzen Sache - dass ich nämlich, wenn ich die Quelle sehe, dann tue ich das als und für andere. Wie auch immer die Antwort der anderen Person ausfallen wird, es gibt keine Trennung hier. Nicht einmal der Tod kann uns auf dieser Ebene trennen.

Noch eine letzte Sache: Douglas Harding sagte einmal zu mir, dass man die Köpfe der Menschen NICHT wegreden könnte, man könnte sie nur weglieben. Dem stimme ich völlig zu - obwohl ich mich nicht immer an seine weisen Worte erinnere!

Liebe Grüße,
Richard

(übersetzt von Tom Horn)



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